Historische, stilgerechte und hochwertig hergestellte Fenster heben Ihr Wohnhaus auf eine höhere Ebene und steigern seinen optischen und materiellen Wert mehr, als jedes andere Bauelement.

Materialität und handwerklich originalgetreue Ausführung der Fenster prägen maßgeblich, ob ein Gebäude als stimmig, wertig und harmonisch wahrgenommen wird. Zudem steigern hochwertige und stilgerechte Fenster den optischen und materiellen Wert Ihres Wohnhauses.

Oben: historische, besonders anspruchsvoll gestaltete, einfachverglaste Jugendstilfenster an einem Wohnhaus im Paulusviertel von Darmstadt: 115 Jahre alt und in allerbestem Pflegezustand; echter Wetterschenkel, Säulenmotiv, Oberlicht mit Sprossenfeld und dreiteiliges Fenster mit Oberlicht und Rautenmotiv. Historische Schlagläden von 1911.

Historisches, einfachverglastes Jugendstilfenster von hohem denkmalpflegerischem Wert an einem Wohnhaus in Darmstadt Bessungen: 120 Jahre alt und in allerbestem Pflegezustand; echter Wetterschenkel, Pilastermotiv, Zahnfries und Oberlicht mit Sprossenfeld. Im Inneren: historische Griffolive; Farbwechsel zwischen innen (weiß) und außen (nachtblau-hochglänzend).

Ein hochwertiges Holzfenster kann bei guter Pflege mehrere Hundert Jahre alt werden

Ob historisch und einfachverglast, oder modern und doppeltverglast: bei guter Pflege und hochwertiger Ausführung kann ein Holzfenster leichtgängig bleiben, dicht schließen und mehrere Hundert Jahre alt werden.


Historische Holzfenster - ob original oder als denkmalpflegerischer Nachbau mit zeitgemäßem Wärme, -Schall-und Einbruchsschutz; eine Investition, die sich in jedem Falle lohnt !

Wenn historische Fenster aus diversen Gründen nicht erhalten oder restauriert werden können, besteht die Möglichkeit eines originalgetreuen und stilgerechten Nachbaus nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten. Das neue Fenster bildet das historischen Fenster stilecht nach und erweitert es um neuste technische Standards wie Wärmedurchgang, Schallschutz, oder Einbruchsschutz. Hochwertig ausgeführt und gut gepflegt hat auch der stilvolle Nachbau die Chance, viele hundert Jahre alt zu werden.

Hochwertig gefertigte Holzfenster nach historischem Vorbild: dreiteiliges, doppelverglastes, neuwertiges Holzfenster im Martinsviertel Darmstadt: aufwendig, feingliedrig und liebevoll gestaltet mit echtem Wetterschenkel und Pilastermotiven. Kannelierte Schlagleisten mit Sockeln und Kapitellchen sowie einem einteiligen Oberlicht. Die reiche Gliederung verleiht dem Fenster Filigranität. Auch die Gliederung der Haustür entspricht der der Fenster. Fortführung der Schlagläden zum Nachbarhaus. Im Zusammenspiel beider Wohnhäuser; stimmiges und stilgetreues Erscheinungsbild.

Echtes Holzfenster: aufwendig gearbeitetes, denkmalgerechtes Fenster mit Doppelverglasung im Martinsviertel. Reiche Verzierungen und filigrane Ausführung nach historischem Vorbild.

Das Nachbarhaus: Kunststofffenster: aufwendig gearbeitetes neuwertiges Spitzbogenfenster mit Doppelverglasung; dem historischen Original-Holzfenster nachempfunden. Der Nachbau in Holz wäre zwar authentischer gewesen, allerdings wurde die reiche, historische Gliederung beibehalten. Das Material Kunststoff bleibt erkennbar an den runden Lüftungsöffnungen an der Unterseite der Kämpfer, den auf Gehrung geschnittenen Rahmenecken und den aufgesetzten, gekanteten Wetterschenkeln aus Metall. 

Im direkten Vergleich 

Links:  Holzfenster; reich gegliederte, filigrane und denkmalgetreue Ausführung. 

Mitte links: Kunststofffenster; zwar materialfremd, jedoch in seiner aufwendigen Gliederung dem historischen Vorbild nachempfunden. 

Mitte rechts:  Kunststofffenster; ungegliedertes, schmuckloses, massiv wirkendes Fenster an einem ansonsten aufwendig detailgetreu renovierten Wohnhaus.

Rechts:  Holzfenster; ein echter Wetterschenkel überdeckt den Übergang zwischen Flügel und Rahmen konstruktiv und bildet eine Tropfkante gegen Feuchtigkeit sowie wirksamen Schutz vor Schlagregen. Aus Eiche oder einheimischem Hartholz gefertigt bietet er zusätzlichen Langzeitschutz. Hier entwickelt er sich übergangslos aus dem Fußpunkt der Verglasung.

Kasten- oder Verbundfenster: eine Möglichkeit, den Schall- und Wärmeschutz eines historischen Fensters deutlich zu verbessern 

Kastenfenster in Darmstadt-Bessungen: ein zweites Holzfenster, das vor dem historischen Fenster an der Außenseite angebracht wird, sorgt für mehr Komfort. Die Luftschicht, die zwischen den beiden Fensterebenen entsteht, bewirkt eine deutliche energetische und schalltechnische Verbesserung. Das historische Fenster verbleibt als prägendes Gestaltungselement der Fassade innenseitig vollständig erhalten. So lassen sich die architektonische Authentizität des Gebäudes bewahren und zugleich die Anforderungen an zeitgemäßen Wärmeschutz erfüllen.

Fenster, die die Tradition wahren, als wichtiges Gestaltungsmerkmal der Baukultur

Baugleiche Fassaden im Martinsviertel:

Links: ungeteilte, massive Fensterflügel aus Kunststoff ohne historischen Anspruch.

Rechts: die historische Fensterformen des traditionellen Galgenfensters wurden hier aufgenommen, jedoch täuscht der Eindruck der Zweiflügeligkeit: tatsächlich öffnen sich die Fenster als großformatige, einteilige Flügel. Der Mittelstulp befindet sich angedeutet zwischen den beiden Scheiben, statt aufgesetzt, oder als Teil von einer zweiflügeligen Ausführung sich mittig mit den Flügeln zu schließen. Gestalterisch schöner und praktikabler wäre hier der Einsatz von zwei kleinen Fensterflügeln unter dem Oberlicht.

Dies würde der historischen Fensterteilung authentisch entsprechen und zugleich eine komfortablere Handhabung der beiden Fensterflügel getrennt voneinander, ermöglichen.

Echte Holzfenster: Konstruktion, Pflege und Renovierung mit dem richtigen Material

Links: der falsche Weg! Durch diese unsachgemäße Ausführung wird das Fenster in seiner ursprünglichen Gestaltung entstellt und seiner gestalterischen wie materiellen Wertigkeit beraubt.

Stattdessen kann dieses Fenster mithilfe eines Farbabtrags und einer Leinölgrundierung optisch ansprechend und materialtreu renoviert werden. Zur Steigerung der Langlebigkeit ist alternativ ein zweifacher Anstrich auf Alkydharzbasis, oder der nachträgliche Einbau eines Wetterschenkels möglich, um den Übergang zu Fußpunkt des Fensterrahmens sicher zu überdecken und ihn vor Witterungseinflüssen zu schützen.

Rechts: auch dieses 100-jährige Holzfenster mit echtem Wetterschenkel kann wieder aufgearbeitet werden.

Detail mit großer Wirkung

Oliven oder Halboliven aus Messing- statt weißen Kunststoffgriffen - verleihen einem denkmalegeschütztem Fenster Authentizität. Links: historische Fensterolive und offene Getriebestage an einem einfachverglasten, 90-jährigen Holzfenster. Rechts: Moderne Fensterolive mit verdeckter Getriebestange an einem modernen, doppelverglasten, denkmalgetreuen Holzfenster in einem 110-jährigen Wohnhaus.

Ein Meilenstein der Moderne: filigrane Metallfenster von 1928-30

Wunderschön, zart und filigran, jedoch nach heutigen Anforderungen an den Wärmeschutz in Deutschland nicht mehr zeitgemäß: große, filigrane Metallfenster, die sich über ein Drehgelenk vollständig wegklappen, bzw. im Boden versenken lassen. Außenhaut: Backstein, alles andere als altbacken; das Innere verschmilzt mit dem Außenraum. Dem Schweren wird hier Leichtigkeit verliehen. Auf einen Fenstersturz wurde verzichtet, die Fensteroberkanten schließen an die Geschossdecken an und bilden eine Reflexionsfläche für das einfallende Tageslicht. Metallfenster mit echten Wetterschenkeln. Innen weiß, außen mit grünem Anstrich. 

Bis heute zeitlos filigran und modern: Haus Lange und Haus Esters von Mies van der Rohe: 1928 bis 1930 in Krefeld.